Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen 2016 in Salzgitter

Am vergangenen Wochenende war es nun endlich soweit. In Salzgitter trafen sich alle Bundesländer um ihre Landesauswahl zum Bundeswettbewerb an den Start zu schicken. Aus MV stellten sich insgesamt 66 Jungen und Mädchen im Alter von 12-14 Jahren dem nationalen Vergleich. Mit einer starken Mannschaft reisten alle Sportler und Trainer am Donnerstag an um dann vor Ort ihre Boote anzubauen und vor dem großen Rennen noch einmal zu trainieren. Der Bundeswettbewerb findet über drei Tage statt. Am Freitag ging es für alle auf die 3000m Langstrecke, auf der auch eine Wende nach 1000m gefahrener Strecke absolviert werden musste. Am Samstag war für alle ein ruderfreier Tag, denn der Zusatzwettbewerb stand auf dem Plan. Hier mussten die Sportler ihr Geschick in acht athletischen Übungen beweisen. Darunter war auch ein Hindernislauf mit Wassertransport, Kistenstapeln, Seilspringen, Dreisprung und Basketball werfen. Dies war für alle eine gelungene Abwechslung bevor es dann am Sonntag auf die 1000m ging. In alle drei Wettkämpfen kann ein Bundesland Punkte sammeln um im Kampf um den Länderpokal möglichst weit nach vorne zu kommen.

Der RRC hat für die Landesauswahl in diesem Jahr 14 Sportler an den Start gebracht. Für die ältesten Mädchen traten Mathilda Kitzmann, Helen Kath und ihre Steuerfrau Emely Nehls, gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen aus dem ORC, im Vierer an. Sie absolvierten die 3000m in 12:30,00 und waren das schnellste Boot. Mit dieser Zeit hatten sich die fünf für das A-Finale am Sonntag qualifiziert. Auch auf der Zwischenetappe am Samstag konnten sie sich eine Medaille sichern und holten kräftig Punkte für den Länderpokal. Am Sonntag war es endlich soweit. Das wichtigste Rennen der Saison stand an. Die Mädchen machten es bis kurz vors Ziel spannend aber konnten sich mit einem starken Endspurt auch hier den Sieg und den Bundessiegertitel, vor dem Boot aus Nordrhein-Westfalen, sichern (3:45,70).

Der erfolgreiche Mädchendoppelvierer (Foto: Heinrich)

Der erfolgreiche Mädchendoppelvierer (Foto: Heinrich)

Im Vierer der 14 Jährigen Jungs fuhr Philip Jürß, mit seinen Kameraden vom ORC, in 12:03,00 über den Langstreckenparkour. Damit erreichten sie in ihrer Abteilung den 2.Platz und des B-Finale für Sonntag. Auf den 1000m fuhren die Jungs ein starkes Rennen. Sie mussten sich jedoch ihren Gegnern aus Nordrhein-Westfahlen und Baden-Württemberg geschlagen geben und fuhren mit einer Zeit von 3:38,19 auf den 3. Platz.

Die Jugen aus dem Doppelvierer bei der Langstreckensiegerehrung

Die Jugen aus dem Doppelvierer bei der Langstreckensiegerehrung

Erfolgreich lief es auch für die 13 Jährigen Jungen und Mädchen. Vorne weg sicherte sich auch Angelique Oortgiese am vergangenen Wochenende 3 Medaillen. Gemeinsam mit Daria Arndt (ORC) fuhr sie am Freitag als zweitschnellstes Boot über die Langstreckendistanz (12:56,00) und holte sich den Sieg in ihrer Abteilung, sicherte sich am Samstag ihre Medaille im Zusatzwettbewerb und fuhr am Sonntag in einem harten A-Finalrennen auf den 2.Platz (4:16,61).

Angelique Oortgiese und Daria Arndt mit Urkunde und Medaille (Foto: Heinrich)

Angelique Oortgiese und Daria Arndt mit Urkunde und Medaille (Foto: Heinrich)

Der Vierer um Oliver Holtz, Jan Wolf, Max Kraeft, Justin Walther und Steuermann Ole Senz siegte am Freitag in 12:48,00 in seiner Abteilung und sicher sich damit einen A-Finalplatz für Sonntag. Auch am Samstag konnte sich Jan mit seiner Gruppe die Silbermedaille sichern. Im A-Finale am Sonntag ging es für die Jungs heiß her. Über die Strecke fuhren sie ein beherztes Rennen und lagen gut im Feld. Jedoch mussten sie sich im Ziel mit einem 6.Platz zufrieden geben.

Die Jungs aus dem Doppelvierer der Altersklasse 12/13 (Foto: Heinrich)

Die Jungs aus dem Doppelvierer der Altersklasse 12/13 (Foto: Heinrich)

Weiterhin waren Tim Redmann und Kevin Holtzhaussen im Zweier für die 13 Jährigen Jungs, Paula Jamski im Einer für die 14 Jährigen Mädchen und Supharat Krabbe im Einer der Leichtgewichtsklasse am Start. Für alle Vier war es ein großer Erfolg zum Bundeswettbewerb antreten zu dürfen. Dabei kamen Kevin und Tim als 20. in der Langstrecke (14:31,00) über Ziel und erruderten sich am Sonntag im D-Finale den 2.Platz. Paula ruderte am Freitag in 17:36,00 über die Langstrecke und erreichte am Sonntag den 4.Platz im D-Finale (4:58,72). Supharat erruderte sich am Freitag in 17:13,00 einen Platz im c-Finale. In diesem fuhr sie in 5:11,82 auf den 6. Platz.
Durch ihre großartigen Platzierungen dürfen sich Helen, Mathilda, Emely und Angelique auch über Einladungen nach Ratzeburg bzw. München zu Ruderlehrgängen des DRV freuen. Für den RRC war es ein gelungenes Wochenende und ein sehr erfolgreicher Saisonhöhepunkt.

RRC-Sportler erfolgreich in Bremen

Am ersten Juliwochenende fanden die Deutschen Hochschulmeisterschaften zusammen mit den German Masters Open in Bremen statt. Der Rostocker Ruderclub wurde bei dieser Regatta durch eine große Mannschaft aus Studenten vertreten.

Team Rostock 2016 bei den DHM (Foto: H. Viemann)

Team Rostock 2016 bei den DHM (Foto: H. Viemann)


Am Samstag startete der Gig-Doppelvierer der Männer über eine Renndistanz von 500m. Vom RRC mit dabei: Sebastian Boldt, Martin Nüssel und Steuerfrau Laura Karsten. Nachdem der Vorlauf nicht ganz so gut lief, steigerten sich die Männer von Rennen zu Rennen und konnten so in einem hart umkämpften A-Finale den 4. Platz errudern. Auch der Gig-Doppelvierer der Frauen stellte sich am Samstag der Konkurrenz. Hier ging der Vierer mit Anni Scheiber, Wiebke Hahne, Gina Neureither, Telse Strahl und Johanna Zech an den Start. Nach einem Krebs im Vorlauf konnte die Mannschaft über Hoffnungslauf und Halbfinale ungefährdet ins A-Finale einziehen. Nach einem packenden Endspurt beendeten die Mädels das Rennen mit einem 2. Platz. Damit erzielten sie die bisher beste Platzierung für die Uni Rostock auf der DHM.
Der erfolgreiche Frauenvierer mit Anni Scheiber, Wiebke Hahne, Gina Neureither, Telse Strahl und Johanna Zech (Foto: H. Viemann)

Der erfolgreiche Frauenvierer mit Anni Scheiber, Wiebke Hahne, Gina Neureither, Telse Strahl und Johanna Zech (Foto: H. Viemann)


Am Sonntag fanden die Mixed Rennen im Gig-Doppelvierer über die 500m-Distanz statt. Auch hier waren die Sportler des RRC in insgesamt 3 Booten vertreten. Mit dabei: Martin Nüssel, Anni Scheiber, Ruben Kyrill, Johanna Zech und Telse Strahl. In einem starken Feld konnten sich die Rostocker Plätze im B-Finale sichern und überzeugte auch am 2. Regattatag mit einer souveränen Leistung. Ebenfalls am Sonntag ruderte Laura Karsten im Doppelzweier der Masters Frauen A im Rahmen der German Masters Open. Die Renngemeinschaft aus Rostock und Magdeburg konnte das Rennen für sich entscheiden und das Wochenende mit einem Sieg im Bereich der Masters abrunden.

Tag der offenen Tür am Marinestützpunkt Hohe Düne

Am 11.06. nutze RRC Ruderer Paul Heinrich den Tag der offenen Tür am Marinestützpunkt, um den Gästen sowohl den Rudersport, als auch die Bundeswehr als Arbeitgeber für Leistungssportler, näher zu bringen. Paul war mit seinem Skiff und zwei Ergometern vor Ort. Der Stand wurde vom Veranstalter sehr gelobt und fand bei den Gästen ein breites Interessen.

Paul mit seiner Oma vor seinem Stand in Hohe Düne (Foto: privat)

Paul mit seiner Oma vor seinem Stand in Hohe Düne (Foto: privat)

Goldmedaille gewonnen, WM-Ticket gesichert

Bei den Deutschen Meisterschaften der U23 konnte sich Julia Leiding gleich im ersten Finale des Tages gemeinsam mit Zweierpartnerin Frieda Hämmerling (Kiel) die Goldmedaille am Siegersteg abholen. Dieser Sieg bedeutet für die beiden gleichzeitig die Qualifikation für die U23-Weltmeisterschaft in Rotterdam, wo sie dann im August als W2x für den DRV an den Start gehen werden.

Julia Leiding (links) bei Siegerehrung (Foto: Leiding)

Julia Leiding (links) bei Siegerehrung (Foto: Leiding)


Mehrere heftige Gewitter sorgten im Tagesverlauf immer wieder für Verschiebungen im Zeitplan und verwandelten den Regattaplatz in ein Schlammbad.
Am späten Nachmittag konnten dann die Finalrennen in den Großbooten doch noch gestartet werden. Mit Zweierpartnerin Frieda Hämmerling, sowie Anne Beenken (Saarbrücken) und Franziska Kampmann (Waltrop) könnte Julia als Schlagfrau des Doppelvierers den 2. Platz und damit die Silbermedaille erkämpfen.

Ein Wochenende in Boot und Zelt – Bericht von der Wanderfahrt 17. bis 19. Juni 2016 von Kessin über Schwaan nach Bützow

Schon lange wollten wir wieder einmal auf der Oberwarnow rudern. Die Strecke hinter der verschlossenen Schleuse gehört zu unserem Hausrevier und ist mit vielen Erinnerungen verbunden. Traditionelle Wanderfahrten unserer Rostocker Rudervereine führen über Kessin, Papendorf, Pölchow nach Schwaan und Bützow. Rennruderer erinnern sich an manche Langstreckenregatta von Pölchow nach Kessin, mit der im Frühjahr die Wettkampfsaison begann.

Schwäne bei Schwaan (Foto: Druckrey)

Schwäne bei Schwaan (Foto: Druckrey)


So trafen sich sieben Ruderfreunde am 17. Juni auf dem Gelände des ORC in Kessin, packten die Sachen in zwei Autos, setzten den RRC-C-Vierer „Bützow“ ein. „Alles vorwärts – los!“ Unsere Frauen Marion und Dagmar fuhren Gepäck. Im Boot saßen Ernie, Frank, Wolfgang, Gerhard und Hans. Als in Papendorf eine (Rauch-) Pause eingelegt wurde, regnete es Strippen. Wir aber saßen gut geschützt auf dem Rastplatz und ruderten nach dem Husch weiter. Bei Huckstorf machten wir nochmals Station. Die früheren Zelt- und Rastplätze der Wassersportler an der Oberwarnow sind kaum noch erkennbar; alles zugewachsen. Am Campingplatz Sandgarten hinter Schwaan wurden wir von den Frauen erwartet. Nachdem wir das Boot gesichert hatten, waren die Zelte schnell aufgestellt und der Grill angeworfen. Wir hatten dort zwei herrliche, sonnige Campingabende in froher Rudererrunde.
Campingplatz Schwaan (Foto: Druckrey)

Campingplatz Schwaan (Foto: Druckrey)


Der Samstag führte uns nach Bützow. Bei Kambs an der Brücke zeigte eine Schwanenfamilie mit achtfachem Nachwuchs die Nähe der Stadt Schwaan an. Wer hier bei schönem Wetter rudert, bekommt es mit lästigen stechenden Bremsen zu tun. Am Ausgang des Grabens zum Bützower See musste eine eng stehende Reuse passiert werden. Das verlangte gute Steuermannsarbeit! Am Ende des Bützower Sees ist schon von weitem die Mauer des Gefängnisses zu sehen. Wir aber machten bei Kanu-Camping Westphal Halt, gingen am Kanuclub, Sportplatz vorbei entlang des Wallgrabens Richtung Rostocker Tor. Dort an der Warnow schauten wir uns die ehemalige Schleuse und die Slipanlagen an. Die Folgen des Tornados, der am 05.05.2015 über Bützow hinwegzog und ein Trümmerfeld hinterließ, sind weitgehend beseitigt. Überall der Glanz neuer Häuser, Fassaden, Fenster und Dächer.
Rast bei Kambs (Foto: Druckey)

Rast bei Kambs (Foto: Druckey)


Nach der Mittagspause ruderten wir nach Sandgarten zurück. Inzwischen waren auch Dagmar und Marion eingetroffen, so dass wir gemeinsam den Abend in geselliger Runde verbrachten. Für manchen aus unserer Runde war es nach vielen Jahren Abstinenz eine gute Erfahrung, auf Luma in Schlafsack und Zelt zu übernachten.
Nach dem Frühstück am Sonntag wurde abgebaut und gepackt. Für die Rückfahrt tauschten Dagmar und Hans Skull und Autoschlüssel. In Kessin öffnete uns Ruderfreund Walter Arnold Einfahrt und Bootshalle des ORC. Die „Bützow“ und ihre Skulls wurden nach Fahrt und Reinigung an ihre Plätze gelegt. Wir aber fuhren gemeinsam zu Familie Tonn, um bei Kartoffelsalat, selbst gebackenem Brot, Klopsen und Kaffee unsere schöne Erinnerungs-Wanderfahrt ausklingen zu lassen. Die einhellige Meinung beim Abschied: „Das machen wir mal wieder!“ Na, denn…
Fertigmachen für die Rückfahrt (Foto: Druckrey)

Fertigmachen für die Rückfahrt (Foto: Druckrey)

Berichterstatter und Fotos: Hans Druckrey

Landesentscheid Hamburg

Am vergangenen Wochenende trafen sich mit Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein, vier Bundesländer in Hamburg um dort ihren Landesentscheid auszutragen. Der Landesentscheid ist die letzte große Regatta vor dem Bundeswettbewerb, um sich für eben diesen zu qualifizieren. Am Samstag traten alle Sportler zur 3000m Langstrecke an, nach der die ersten beiden Boote eines Bundeslandes für den Bundeswettbewerb gesetzt werden. Am Sonntag ging es dann auf die 1000m, auf denen alle nochmals ihre Leistungen zeigen sollten.
Den Anfang machten die ältesten Mädchen der Altersklasse 14. Helen Kath, Mathilda Kitzmann und Steuerfrau Emely Nehls siegten gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen vom ORC souverän über die 3000m und 1000m. Das Triple machten Helen und Mathilda mit dem Sieg am Sonntag im Zweier komplett.
Dies machte ihnen auch Angelique Oortgiese gleich. Gemeinsam mit Daria Arndt (ORC) siegten sie am Samstag und Sonntag im Zweier der 13-jährigen Mädchen. Die dritte, wohlverdiente Goldmedaille holten sich die Mädchen am Sonntag im Mix Vierer.
Die ältesten Jungs um Philip Jürß und seinen Ruderkameraden vom ORC, starteten zur Langstrecke ebenfalls im Vierer und wurden Landesweit zwar Sieger, mussten sich jedoch den Jungs aus Hamburg geschlagen geben. Zur Kurzstrecke am Sonntag konnten sie die Hamburger Besatzung schlagen und erreichten hinter Schwerin und Lübeck den 3. Platz. Den 3. Platz erreichten Philip und Ole Sager (ORC) auch im Zweier der ältesten Jungs.
Oliver Holtz, Jan Wolf, Max Kraeft, Justin Walther und ihr Steuermann Ole Senz gingen an beiden Tagen im Vierer an den Start und konnten ihre Siegesserie fortsetzen. Sie gewannen am Samstag über die 3000m mit knappen 6 Sekunden vor Greifswald. Für die 1000m am Sonntag so motiviert, dass sie den Vorsprung auf 11 Sekunden zu vergrößern. Gemeinsam mit Trainerin Nadja Drygalla konnte Steuermann Ole Senz dann das Zweierrennen und die Rudertechnik der Jungs beobachten. Dabei holten sich Oliver und Jan den dritten Landesmeistertitel. Justin und Max mussten im selben Rennen dem ORC noch den Vortritt lassen und erreichten den 3. Platz.

Landesmeister im Doppelvierer der 14-jährigen Jungen: Justin, Max, Oliver, Jan und Steuermann Ole

Landesmeister im Doppelvierer der 14-jährigen Jungen: Justin, Max, Oliver, Jan und Steuermann Ole Foto: F. Heinrich

Ebenfalls in der Altersklasse 13 gingen Kevin Holtzhaussen und Tim Redmann im Zweier an den Start. Sie kamen am Samstag als sechstes Boot über die Ziellinie und konnten sich aber als zweites Boot landesweit für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Am Sonntag erreichten beide im Zweier ebenfalls den 6. Platz.
Im Einer der 14 Jährigen Mädchen traten Paula Jamski und Supharat Krabbe. Supharat konnte sich am Samstag im Leichtgewicht den 3. Platz hinter ihren Gegnerinnen aus Lübeck und Preetz sichern. Am Sonntag reichte es aufgrund eine Bootsschadens nur für Platz 4. Dennoch gewann sie damit zwei Landesmeistertitel und das Ticket zum Bundeswettbewerb. Paula wurde am Samstag über die Langstrecke und Sonntag über die 1000m jeweils 6. und musste sich beide Male der starken Schwerinerin geschlagen geben. So ist aber auch Paula als zweites Boot zum Bundeswettbewerb gesetzt.

Paula mit Training Nadja am Steg (Foto: F. Heinrich)

Paula mit Training Nadja am Steg (Foto: F. Heinrich)

Auch Luca Falb und Fabian Reimers, die Jüngsten der Mannschaft, gingen an den Start. Sie ruderten am Samstag ebenfalls über die 3000m und wurden Landessieger, mussten sich aber in der Gesamtwertung mit Platz 3 zufrieden geben. Am Sonntag holten sie sich über 500m erneut den Titel und gewannen ihren Lauf.

Die Landesmeister im Doppelzweier der 12-jährigen Jungen: Fabian und Luca (Foto: F. Heinrich)

Die Landesmeister im Doppelzweier der 12-jährigen Jungen: Fabian und Luca (Foto: F. Heinrich)

Jennifer Ohm, die ebenfalls die Jüngste an diesem Wochenende war, holte sich am Samstag über die 3000m den 3. Platz und am Sonntag über 500m Platz 4. Sie zeigte damit, dass sich ihre Leistungen wieder verbessert haben.
In Allem war dies ein sehr erfolgreiches Wochenende für die Sportler und Trainer des RRC. Es wurden viele Landesmeistertitel und Goldmedaillen eingefahren. Insgesamt 14 Sportler des RRC werden in 3 Wochen in Salzgitter zum Bundeswettbewerb an den Start gehen. Bis dahin werden wir in den entsprechenden Bootsklassen weiter arbeiten und kräftig trainieren, um uns dann mit der Konkurrenz aus ganz Deutschland zu messen.

Rostocker Regatta 2016

Am 28.05. fand im Rostocker Stadthafen die 24. Rostocker Regatta statt. Dazu waren alle Rudervereine M-Vs und die Lübecker Rudergemeinschaft am Start. Auf dem heimischen Gewässer fuhren die Kinder und Jugendlichen des Rostocker Ruderclubs einige Erfolge ein.

Trainer Paul Heinrich vor dem Rennen mit Angelique Oortgiese (Foto: RRC)

Trainer Paul Heinrich vor dem Rennen mit Angelique Oortgiese (Foto: RRC)

Den Anfang machten die Jungs der Altersklasse 12. Luca Falb und Fabian Reimers gewannen den Doppelzweier überraschend in 02:06,57 min. Im Einer erruderten Fabian den 3. und Luca den 4. Platz auf der 1000m Strecke. In derselben Altersklasse kam Jennifer Ohm auf den 4 Platz. Jedoch sind Trainer und Sportlerin froh über die zunehmend besser werdenden Ergebnisse der 12 Jährigen.
Bei den 14-Jährigen Jungs erkämpfte sich Philip Jürß den 3. Platz und musste sich dabei seinen Vierer Kollegen Ole Sager und Julian Schröder (beide ORC) geschlagen geben. An Nachmittag setzen sich diese drei Jungs gemeinsam mit Nick Hacker (ORC) im Vierer zusammen und lieferten sich mit der Mannschaft aus Schwerin einen harten Kampf. Am Ende mussten sie sich der starken Schwerinern geschlagen geben und wurden mit einer Zeit von 03:37,29 min Zweiter. Die Mädchen um Helen Kath, Paula Jamski und Emely Nehls gewannen in einem starken Rennen (03:50,03 min) die Goldmedaille.
Für großen Jubel sorgten die ein Jahr jüngeren Jungs. Oliver Hotz, Jan Wolf, Max Kraeft, Justin Walther und ihr Steuermann Ole Senz konnten sich im Vierer gegen ein volles Feld durchsetzen und gewannen das 1000m Rennen in 03:47,00min.

Der erfolgreiche Jungenvierer bei der Siegerehrung (Foto: RRC)

Der erfolgreiche Jungenvierer bei der Siegerehrung (Foto: RRC)

Im Einer konnten Oliver und Jan auch mit dem 2. Und 3. Platz überzeugen. Max und Justin gingen in einem zweiten Rennen im Doppelzweier an den Start und holten den 3. Platz. Im selben Rennen kamen Ole Senz und Tim Redmann, der nach einer langen Verletzungspause endlich wieder am Start war, auf den 5. Platz. Auch die Mädchen des 2003 Jahrgangs waren sehr erfolgreich. So holte sich Angelique Oortgiese gemeinsam mit ihrer Partnerin Daria Arndt (ORC) mit einer Zeit von 03:58,00 den Sieg. Im Einer musste Angelique ihrer Zweierpartnerin den Vortritt lassen und erruderte den 2. Platz.

Helen Kath (links) und Jenny Mehldorn vor dem Start (Foto: RRC)

Helen Kath (links) und Jenny Mehldorn vor dem Start (Foto: RRC)

Zum Abschluss gingen die Jüngsten (Marten Gehring, Willi Holz und Leon Falb) im Einer an den Start. Für Leon war es das erste Rennen im Einer. Dabei musste er sich gegen die ein Jahr älteren behaupten und kam auf den 6. Platz. Willi, der auch gerade erst das Rudern erlernt hat, erkämpfte sich in einem starken Rennen den 3. Platz. Grung zum Jubel hatte Marten. Er gewann mit einer Zeit von 02:33,00 min das Rennen und ging stolz mit einer Goldmedaille nach Hause.
Den goldenen Abschluss lieferten Jessica Holm (2001) und Cynthia Chmielewski (2000) sie sicherten sich in 03:56,22 den Sieg gegenüber den Mädels aus Stralsund. Nach diesem erfolgreichen Wochenende freuen sich alle auf den Landesentscheid am 11./12.06. in Hamburg. Dort wird sich entscheiden welche Mannschaften sich gegenüber den restlichen Booten durchsetzen und sich damit für den Budeswettbewerb qualifizieren.

Marten bei der Siegerehrung (Foto: RRC)

Marten bei der Siegerehrung (Foto: RRC)

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Helfern, ohne die diese erfolgreiche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Insbesondere durch die intensive Unterstützung des Sportamtes ist es uns erst möglich, unser Vorhaben, den Regattastandort Rostock weiter zu etablieren, in die Tat umzusetzen.

Rudern von Utrecht nach Amsterdam – ein Highlight, für das sich der Aufwand lohnte

Vom 5. Mai bis zum 9. Mai fuhren 10 RuderInnen des Rostocker Ruderclubs mit Gästen aus Bergen und Neuruppin nach Amsterdam, um hier von Utrecht nach Amsterdam zu rudern. Bei 650 Straßenkilometern braucht man schon einen ganzen Tag für die An- bzw. Abreise. Gerudert wurde auf dem Vaartschen Rijn, der Oudegracht in Utrecht, der Utrechtschen Vecht, der Weesper Treekvaart, der Amstel sowie verschiedenen Amsterdamer Grachten.

Windmühlen in Weesp (Foto: T. Jakobs)

Windmühlen in Weesp (Foto: T. Jakobs)

Die Übernachtung und Verpflegung war im Stayokay Zeeburg in Amsterdam-Oost gebucht. Die Kette entspricht in Deutschland vom Niveau und Preisgestaltung einer Jugendherberge. Gegen 18.00 Uhr ereichten die Fahrzeuge die Unterkunft und die Fahrzeuge wurden sicher auf einem bewachten P+R Parkplatz abgestellt und nach dem Abendessen machten einige Teilnehmer den ersten Ausflug in die Innenstadt. Nach dem Frühstück erfolgte die Anfahrt zum Utrechtse Roeivereniging Viking, wo die drei Boote abgeladen, aufgebaut und ins Wasser gesetzt wurden. Die Durchfahrt durch Utrecht war schön aber gestaltete sich schwierig. Baustellen und enge Brücken verlangten den Steuerleuten alles ab.
Der Landdienst brachte den Hänger zum Endpunkt, dem Ruderverein Willem III und fuhr anschließend zum Mittagspunkt beim Ruderverein Nijenrode Roeivereniging ‚Het Galjoen‘, wo Willem Beermann das Bootshaus aufschloss und der Mittagsimbiss kreiert wurde.

An der Torontobrücke in Amsterdam (Foto: H. Druckrey)

An der Torontobrücke in Amsterdam (Foto: H. Druckrey)

Da die Zeit ein wenig davongelaufen war, wurde die Tagesetappe nur bis Vreeland gefahren. Der Landdienst fand die Kaas- en ijsboerderij „De Willigen“ und machte die Bootsübernachtung fest. So wurde das Abendessen pünktlich gesichert. Die nächste Halbetappe führte von Vreeland zur Stadtinsel von Weesp. Beim RV Weesp wurde kurz vorbeigeschaut und eine öffentliche Wiese diente der Mittagspause. Der Landdienst wurde gewechselt und weiter ging’s auf der Weesper Treekvaart. Am Anfang waren die Brückendurchfahrten eng und niedrig, danach war es aber eine entspannte Tour, die erst bei der Einfahrt in die Amstel die Frage stellte: Wo geht es hier zum RV Willem III? Also direkt unter dem Nieuwe Utrechtseweg hindurch, an der Roeivereniging Poseidon und dem Algemene Amsterdamse Studenten Roeivereniging Skøll vorbei und in den Ruderhafen des RV Willem III einbiegen.

Auf der Amstel im Zentrum von Amsterdam (Foto: T. Jakobs)

Auf der Amstel im Zentrum von Amsterdam (Foto: T. Jakobs)

Am Sonntag folgte die Grachtenfahrt in der Innenstadt von Amsterdam. Alle Boote hatten einen Plan an Bord, um sich nicht zu verirren. Die Amstel hinunter Richtung Innenstadt rudern, an der Torontobrücke wurde in die Singlegracht abgebogen und diese fast vollständig durchrudert und dann in die Browersgracht mit ihren vielen Speichern abgebogen, von hier in die Herengracht – vorbei an allen so bedeutenden Bürgerhäusern. Ziemlich am Ende der Herengracht kam es zu einer Verstopfung mit den Touristenbooten und den privaten bzw. Chartermotorbooten. Den Ruderbooten blieb aber der Ausweg über die Reguliersgracht und die Keizergracht und dann ging es planmäßig weiter über die Amstel in die Neue Herengracht. Es folgte eine halbe Runde um den Zoo Amsterdam und über die Neue Keizergracht wurde der zentrale Wasserweg, die Amstel, wieder erreicht und damit die Grachtentour beendet und zurück zum RV Willem III gerudert.

Dom von Utrecht (Foto: H. Druckrey)

Dom von Utrecht (Foto: H. Druckrey)

Hier ein Mittagsimbiss eingenommen und mit einem Coffee aus der Vereinskantine ergänzt. Dann wurden die Boote Verladen und bis zum Abendbrot die Freizeit genossen. Am Abend fand dann ein großer Rundgang durch Amsterdam statt und der Tag wurde von der Mehrheit im Studio/K beendet.
Der Montag diente der Rückfahrt nach Rostock und alle erreichten planmäßig ihre heimatlichen Gestade.

Text: Wolfgang Krutzke